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Bekämpfung von Trauermücken

Trauermücken (Bradysia spp.)

Trauermücken sind kleine, schwarze Fliegen, die um Zimmerpflanzen herum auftauchen und ziemlich aufregen können. Sie wirken harmlos, aber ihre Larven richten ernsthaften Schaden an: Sie fressen an jungen Wurzeln, wodurch Pflanzen im Wachstum zurückbleiben, schlaff hängen oder sogar absterben. Besonders bei feuchter Blumenerde kann sich der Befall schnell ausbreiten.

Zum Glück lassen sich Trauermücken hervorragend mit rein biologischen Lösungen bekämpfen. Nematoden schalten die Larven aus, Raubmilben halten die obere Schicht der Blumenerde sauber und gelbe Klebefallen fangen die erwachsenen Mücken weg. Das macht es zu einem sicheren, effektiven und nachhaltigen Ansatz, der sowohl schnelle Ergebnisse liefert als auch eine langfristige Kontrolle bietet.

Trauermücke

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Mit Nematoden gegen Trauermücken können Sie lästige Trauermücken bei Pflanzen natürlich, giftfrei und effektiv bekämpfen. Steinernema feltiae Nematoden parasitieren die Larven der Trauermücken, wodurch diese sterben. Hierdurch wird die schnelle(...)
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Alles über Trauermücken

Trauermücke auf einem Blatt

Wie bekämpft man Trauermücken Schritt für Schritt?

Wenn Sie Trauermücken entdecken, ist es klug, sofort Maßnahmen zu ergreifen. Trauermücken vermehren sich nämlich rasend schnell. Innerhalb kürzester Zeit haben Sie es mit einer riesigen Plage zu tun. Folgen Sie diesem Schritt-für-Schritt-Plan, um den Befall so schnell wie möglich einzudämmen:

  1. Stellen Sie Gelbtafeln auf
    Die ersten Anzeichen eines Trauermückenbefalls sind die herumfliegenden schwarzen Mücken. Diese können Sie gut mit Gelbtafeln wegfangen. Die Mücken werden von der gelben Farbe angelockt und bleiben dann kleben. Mit den Gelbtafeln können Sie die Entwicklung des Befalls im Auge behalten. Bleiben in den ersten Tagen nur ein paar Mücken kleben, hält sich der Befall noch in Grenzen. Sehen Sie die Anzahl der gefangenen Mücken deutlich ansteigen, ist es ratsam, zusätzliche Schritte zu unternehmen. Gelbe Klebefallen
  2. Lassen Sie die Blumenerde austrocknen
    Besonders in den Wintermonaten bekommen Zimmerpflanzen oft zu viel Wasser. Die Pflanzen befinden sich dann im Ruhezustand und nehmen kaum Wasser auf. Die Blumenerde bleibt zu feucht, was genau der ideale Lebensraum für Trauermücken ist. Die Larven lieben nämlich einen feuchten, nährstoffreichen Boden. Sie ernähren sich von Pilzen, organischen Abfällen und Pflanzenwurzeln. Ein erster Schritt bei der Bekämpfung von Trauermücken ist schlichtweg, die Erde austrocknen zu lassen. Viele Pflanzen kommen prima eine Zeit lang ohne Wasser aus, aber behalten Sie sie gut im Auge. Bei Pflanzen, die viel Wasser benötigen, ist das Austrocknen natürlich keine so gute Idee.
  3. Setzen Sie Nematoden ein
    Wenn Sie weiterhin Mücken mit den Gelbtafeln fangen, ist es an der Zeit, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Die effektivste Bekämpfungsmethode ist der Einsatz von Nematoden. Nematoden (oder Fadenwürmer) sind mikroskopisch kleine Würmer, die natürlicherweise im Boden vorkommen. Dort parasitieren sie die Larven von Schadinsekten, wodurch diese absterben. Indem Sie Nematoden in die Blumenerde Ihrer Pflanzen geben, bekämpfen Sie die Larven der Trauermücken. So verhindern Sie, dass eine neue Generation von Mücken schlüpft.
  4. Fügen Sie Raubmilben hinzu
    Möchten Sie Ihre Pflanzen langfristig vor Trauermücken schützen? Fügen Sie dann auch Raubmilben hinzu. Diese kleinen Milben leben in der obersten Schicht der Blumenerde und jagen dort Eier, Larven und Puppen von Trauermücken. Raubmilben bleiben am Leben, solange es Beute gibt und die Bedingungen für sie gut sind. So haben Sie direkten Schutz, sobald eine Trauermücke Eier in die Erde legen will.
  5. Wiederholen Sie die Behandlung nach 2 Wochen
    Die Stärke der Bekämpfung von Trauermücken mit Nematoden liegt in der Wiederholung. Eine erste Runde Nematoden wird bereits dafür sorgen, dass Sie einen Großteil der Trauermückenlarven bekämpfen. Dennoch reicht eine einzige Behandlung oft nicht aus. Eine Trauermücke legt bis zu 200 Eier, aus denen nach etwa 3 Tagen schon wieder neue Larven schlüpfen. Mit einer neuen Dosis Nematoden bekämpfen Sie die Larven, die in der ersten Runde noch nicht erwischt wurden. Wenn Sie die Behandlung nicht wiederholen, wird innerhalb kürzester Zeit ein neuer Befall entstehen.

Was zu tun bei einem starken Befall?

Eine einzelne Trauermücke kann innerhalb kürzester Zeit zu einer riesigen Plage anwachsen. Das liegt daran, dass Trauermücken enorm viele Eier legen und es nur wenige Wochen dauert, um vom Ei zur erwachsenen Mücke heranzuwachsen. Durch diese schnelle Fortpflanzung kann es auch sehr schwierig sein, den Befall unter Kontrolle zu bekommen. Dennoch gibt es clevere Maßnahmen, um auch gegen eine große Plage vorzugehen.

Pflanzen in Quarantäne stellen

Trauermücken sind keine guten Flieger, aber sie taumeln dennoch mit Leichtigkeit von einer Pflanze zur nächsten, um Eier zu legen. Besonders wenn Sie viele Pflanzen haben, ist das Risiko groß, dass sich der Befall auf diese Weise schnell ausbreitet. Daher sollten Sie befallene Pflanzen am besten in Quarantäne stellen. Stellen Sie sie in einen separaten Raum oder im Sommer sogar vorübergehend nach draußen. Stellen Sie sie erst dann wieder an ihren Platz zurück, wenn die Trauermücken vollständig verschwunden sind.

Erhöhung der Dosis an Nematoden und Raubmilben

Manchmal ist der Befall so heftig, dass die empfohlene Menge an Nematoden oder Raubmilben nicht ausreicht. Dann schadet es nicht, eine größere Dosis einzusetzen.

  • Nematoden
    Die Standardmenge beträgt 5 Millionen Nematoden für 20 mittelgroße Pflanzen. Verdoppeln Sie dies auf 10 Millionen Nematoden pro 20 Pflanzen.
  • Raubmilben
    Normalerweise rechnet man mit 200 – 250 Raubmilben pro mittelgroßer Pflanze. Dies verdoppeln Sie auf 500 Raubmilben pro Pflanze.

Sie brauchen keine Angst zu haben, dass eine Nematoden- oder Raubmilbenplage entsteht, wenn Sie größere Mengen einsetzen. Die Nematoden und Raubmilben sind nicht schädlich für Ihre Pflanzen oder die Blumenerde. Solange Beute (Trauermückenlarven) vorhanden ist, bleiben die Nematoden und Raubmilben aktiv. Gibt es keine Beute mehr, stirbt die Population von selbst aus.

Wiederholung der Behandlung öfter als zweimal

In den meisten Fällen fahren Sie gut mit einer Behandlung mit Nematoden und einer Wiederholungsdosis nach zwei Wochen. Wenn Sie auch nach dieser zweiten Behandlung weiterhin Probleme mit Mücken haben, wiederholen Sie die Behandlung mit Nematoden nach weiteren zwei Wochen. Gegebenenfalls können Sie nach einer Weile auch eine Erhaltungsdosis Raubmilben einsetzen. Manchmal ist sogar noch eine vierte Behandlung mit Nematoden nötig. Achten Sie darauf, dass Sie die Wiederholungsbehandlungen konsequent anwenden, denn wenn Sie zu lange warten, kann der Befall schon wieder enorm explodiert sein. Nutzen Sie Gelbtafeln, um den Befall gut zu überwachen, dann wissen Sie auch, ob die zusätzliche Behandlung noch nötig ist.

Ersetzen Sie die Blumenerde

Fühlt sich die Bekämpfung wie ein Kampf ohne Ende an? Anstatt weiterhin Nematoden einzusetzen, können Sie sich dafür entscheiden, die Blumenerde Ihrer Pflanzen zu ersetzen. Die alte Erde ist möglicherweise zu stark mit Eiern, Larven und organischen Abfällen belastet. Mit neuer Blumenerde und frischem Dünger fangen Sie wieder bei Null an.

Ein kleiner Vorbehalt hierbei ist, dass neue Blumenerde möglicherweise auch Trauermückeneier enthalten kann. Stellen Sie Pflanzen mit frischer Erde daher nicht sofort wieder ins Haus, sondern halten Sie sie kurz in Quarantäne und stellen Sie Gelbtafeln auf. So können Sie im Auge behalten, ob die frische Erde auch wirklich das Ende des Befalls bedeutet hat.

Wie erkennt man Trauermücken und ihre Larven?

Trauermücken, auch bekannt als kleine schwarze Fliegen, begegnet man überall. Man sieht sie zunächst bei den Pflanzen, und die Gelbtafeln sind innerhalb kürzester Zeit voll davon. Außerdem findet man (tote) Mücken am Fenster, und manchmal landen sie im Kaffee, im Essen oder direkt in der Nase oder im Mund.

So sieht eine Trauermücke aus

Trauermücken haben eine Länge von etwa 2–5 mm. Außerdem erkennen Sie sie an ihrer dunklen Farbe, meist schwarz oder grau, mit langgestreckten Körpern und langen Beinen. Ihre Flügel sind schmal und transparent. Da sie oft im Haus vorkommen, werden sie manchmal mit Fruchtfliegen verwechselt. Es gibt jedoch ein paar Unterschiede: Trauermücken haben einen schlankeren Körper und längere Beine als Fruchtfliegen. Zudem haben Trauermücken oft dunkle und glänzende Flügel, während Fruchtfliegen meist spitzer und weniger glänzend sind.

Nahaufnahme einer Trauermücke

Larven von Trauermücken erkennen

Die Larven der Trauermücke haben einen glänzenden schwarzen Kopf und einen langgestreckten, weißlichen bis transparenten Körper von etwa 3 mm Länge. Sie bevorzugen feuchte, organische Böden. Diese Larven beginnen sofort nach dem Schlüpfen an den Wurzeln der Pflanzen zu knabbern, was erhebliche Schäden verursachen kann. Die Larvenphase dauert etwa zwei Wochen, danach entwickeln sie sich zu Puppen. In der Larvenphase sind Trauermücken am schädlichsten.

Schäden durch Trauermückenlarven erkennen

Die Larven der Trauermücken fressen an den Pflanzenwurzeln und richten so Schaden an. Sie bemerken plötzliches Welken, Kraftverlust, schlechtes Wachstum und Vergilben der Pflanze. Bei einem schweren Befall kann ein erheblicher Teil der Pflanzen verloren gehen. Larven sind am schädlichsten für Sämlinge, Stecklinge und junge Pflanzen. Da die Larven die Wurzeln anfressen, bekommt die Pflanze Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Starke, ältere Pflanzen überstehen den Schaden oft, es sei denn, der Befall ist extrem stark.

Befallene Pflanzenwurzeln und Trauermückenlarve

Links sehen Sie eine Pflanze, deren Wurzeln befallen sind, rechts ist die Larve einer Trauermücke zu sehen.

Neben den Wurzelschäden sollten Sie bedenken, dass die Ausscheidungen der Mücken für kosmetische Schäden an Ihren Pflanzen sorgen. Außerdem können Trauermücken Viren und Pilze mit sich tragen und die Pflanzen damit infizieren.

Wie verhindern Sie einen erneuten Befall mit Trauermücken?

Es kann ein hartes Stück Arbeit sein, die Trauermückenplage wieder loszuwerden. Daher ist es gut, auch präventive Maßnahmen zu ergreifen, damit ein neuer Befall gar nicht erst entsteht. Das können Sie tun:

  1. Gießen Sie Ihre Pflanzen nicht zu viel
    Trauermücken legen ihre Eier am liebsten in feuchte Blumenerde. Eine Pflanze, die befallen wurde, bekommt höchstwahrscheinlich zu viel Wasser. Besonders im Winter brauchen viele Pflanzen gar nicht so viel. Achten Sie genau auf den Wasserbedarf der Pflanze und lassen Sie die Erde austrocknen, bevor Sie erneut gießen. Manche Pflanzen kommen prima eine Zeit lang ganz ohne Wasser aus.
  2. Sorgen Sie für eine gute Entwässerung
    Zusätzlich zur Begrenzung der Wasserzufuhr ist es wichtig, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Daher sollten Sie Pflanzen am besten in Innentöpfen mit einem Loch am Boden halten. Stellen Sie den Innentopf in einen geschlossenen Übertopf oder auf einen Untersetzer, dann läuft das Wasser dort hinein und wird aufgenommen, sobald die Pflanze es braucht.
  3. Verwenden Sie Blähton bei Ihren Pflanzen
    Blähton sind Tonkügelchen, die langfristig Feuchtigkeit speichern und abgeben können, wenn Ihre Pflanze es benötigt. So sorgen Sie dafür, dass die Blumenerde nicht zu nass bleibt. Sie können Blähton auf verschiedene Weise einsetzen: als Barriere oben auf der Erde, unten im Topf zur Entwässerung oder unter die Erde gemischt für eine schrittweise und gleichmäßige Feuchtigkeitsaufnahme. Schauen Sie pro Pflanze, welche Methode am besten geeignet ist.
  4. Erstellen Sie eine Barriere mit Sand
    Legen Sie vorübergehend eine Schicht Sand auf die Blumenerde. Mit trockenem Sand schließen Sie die Erde ab. Es gelangt kaum Sauerstoff an die Erde, wodurch verbliebene Larven absterben. Zudem ist der trockene Sand für erwachsene Mücken unangenehm; sie werden dort keine Eier ablegen. Lassen Sie die Sandschicht maximal 2 Wochen liegen, da die Pflanzenwurzeln sonst Sauerstoffmangel bekommen.
  5. Kontrollieren Sie neu gekaufte Pflanzen oder Blumenerde
    Neue Pflanzen oder Blumenerde können bereits mit Trauermücken befallen sein. In Blumenerde werden immer weniger chemische Bestandteile verwendet. Das ist im Allgemeinen natürlich positiv, führt aber dazu, dass die Erde ein besserer Nährboden für Schadinsekten ist. Prüfen Sie neu gekaufte Pflanzen und stellen Sie sie eventuell vorübergehend in Quarantäne. Behalten Sie auch Pflanzen mit frischer Erde scharf im Auge. Seien Sie besonders vorsichtig bei Kräuterpflanzen aus dem Supermarkt. Auch hier können Trauermücken drinstecken.
  6. Überwachen Sie weiterhin mit Gelbtafeln
    Mit gelben Klebefallen können Sie gut im Auge behalten, ob Trauermücken vorhanden sind und ob sich ein Befall entwickelt. Indem Sie ständig Gelbtafeln bei Ihren Pflanzen aufhängen oder aufstellen, können Sie Trauermücken rechtzeitig erkennen und Maßnahmen ergreifen.

Warum Nematoden und Raubmilben so effektiv gegen Trauermücken sind

Es gibt allerlei Hausmittel gegen Trauermücken. Manche schwören auf Zimt, andere nutzen Kaffeesatz oder Essig. Auch chemische Mittel gegen die Mücken sind verfügbar. Eines haben all diese Mittel gemeinsam: Sie wirken vor allem präventiv oder bekämpfen nur die Symptome. Biologische Bekämpfung mit Nematoden und Raubmilben wird daher immer effektiver sein. Sie packen das Problem nämlich an der schädlichen Wurzel und durchbrechen den Lebenszyklus.

Den Befallszyklus mit Nematoden und Raubmilben durchbrechen

Erwachsene Trauermücken sind lästig, aber nicht schädlich für Ihre Pflanzen. Die Mücken leben höchstens ein paar Tage und tun nichts anderes als sich fortzupflanzen und Eier zu legen. Aus diesen Eiern, die bereits nach 4–6 Tagen schlüpfen, kommen die Larven, die den Schaden anrichten. Larven leben etwa 2 Wochen und beginnen sofort nach dem Schlüpfen, an den Wurzeln zu fressen. Nematoden parasitieren die Trauermücke im Larvenstadium. Das hat mehrere Vorteile:

  • Sie verhindern, dass sich Larven zu erwachsenen Mücken verpuppen, die wieder Eier legen können. Durch die konsequente Anwendung von Nematoden durchbrechen Sie den Fortpflanzungszyklus und der Befall stirbt aus.
  • Sie bekämpfen die Trauermücken in dem Stadium, in dem sie am schädlichsten sind.

Raubmilben bieten neben Nematoden zusätzlichen Schutz. Hypoaspis miles Raubmilben leben in den obersten Zentimetern der Blumenerde. Dort jagen sie Larven, Eier und Puppen von Trauermücken und anderen kleinen Schadinsekten. Sie dringen zwar weniger tief in den Boden ein, sind aber furiose Jäger. Solange Beute vorhanden ist, bleibt die Raubmilbenpopulation bestehen. So sorgen Sie für langfristigen Schutz Ihrer Pflanzen.

Biologische Bekämpfung versus chemische Bekämpfung

Die biologische Bekämpfung mithilfe natürlicher Feinde hat viele Vorteile gegenüber chemischen Bekämpfungsmitteln. Insektensprays liefern ein sichtbares, schnelles Ergebnis, richten sich aber nur gegen die erwachsenen Mücken. Diese sterben zwar schnell ab, aber die Larven im Boden überleben. Chemische Bekämpfungsmittel sind zudem nicht wählerisch und greifen auch nützliche Insekten an. Für Ihre Gesundheit sind die Sprays ebenfalls nicht gut. Die giftigen Dämpfe oder der Hautkontakt können Beschwerden verursachen.

Dagegen sind natürliche Feinde wie Nematoden oder Raubmilben viel effektiver. Sie bekämpfen den Befall an der Quelle: nämlich die schädlichen Larven. So verhindern Sie, dass sie überhaupt zu den lästigen schwarzen Mücken heranwachsen. Trauermücken bauen auch keine Resistenzen gegen die Nützlinge auf. Außerdem stellen Nematoden und Raubmilben keinerlei Gefahr für Ihre Gesundheit dar. Beide Nützlinge kommen allgemein in der Natur vor und sind völlig sicher für Menschen, Pflanzen und Tiere.

Häufige Fehler bei der Bekämpfung von Trauermücken

Manchmal denkt man, alles richtig zu machen, wird aber diese lästigen Trauermücken trotzdem nicht los. Es gibt einige Dinge, die im Bekämpfungsprozess oft schiefgehen können. Denken Sie an:

  • Sie nutzen nur Gelbtafeln
    Gelbtafeln wirken wie ein effektives Bekämpfungsmittel, sind aber eigentlich dazu gedacht, den Befall zu überwachen. Allein mit Gelbtafeln werden Sie den Befall also nicht los. Trauermücken, die Sie fangen, können bereits Eier in die Erde gelegt haben. Daraus entstehen neue Larven und schließlich wieder neue Trauermücken.
  • Nur einmalige Anwendung von Nematoden
    Die Stärke des Einsatzes von Nematoden liegt in der Wiederholung. Oft reicht eine Behandlung mit Nematoden nicht aus, um alle Trauermückenlarven zu bekämpfen. Indem Sie nach etwa 2 Wochen neue Nematoden einsetzen, werden auch die letzten verbliebenen Larven bekämpft.
  • Die Blumenerde bleibt zu nass
    Die Hauptursache für eine wuchernde Trauermückenplage ist Blumenerde, die zu feucht bleibt. Achten Sie daher genau auf den Wasserbedarf Ihrer Pflanze und sorgen Sie für ausreichende Entwässerung. Wenn Sie den Pflanzen weiterhin zu viel Wasser geben, haben Sie innerhalb kürzester Zeit wieder einen Befall.
  • Sie behandeln nur die befallene Pflanze
    Vielleicht sehen Sie die Mücken zunächst nur bei ein paar Pflanzen herumfliegen. Dann scheint es logisch, nur diese Pflanzen zu behandeln. Dennoch ist es ratsam, auch die anderen Pflanzen im Haus mit einzubeziehen. Unbemerkt können die Mücken auch dort Eier abgelegt haben, wodurch sich der Befall immer weiter ausbreitet.
  • Sie erwarten sofortige Ergebnisse
    Trauermücken mit Hilfe natürlicher Feinde zu bekämpfen, ist enorm effektiv. Dennoch werden Sie diesen Effekt nicht von einem Moment auf den anderen sehen. Geben Sie den Nematoden und Raubmilben etwas Zeit, ihre nützliche Arbeit für Sie zu erledigen; nach einiger Zeit werden Sie die Anzahl der Mücken wirklich abnehmen sehen.

Gelbe Klebefalle mit Trauermücken

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