Engerlinge bekämpfen
Schritt-für-Schritt-Plan zur Bekämpfung von Engerlingen
Der folgende Schritt-für-Schritt-Plan hilft Ihnen dabei, schnell und gezielt mit der Bekämpfung von Engerlingen zu beginnen.
Schritt 1: Kontrollieren Sie den Rasen auf Schäden
Gehen Sie den Rasen in Ruhe ab und achten Sie auf gelbe oder braune Flecken. Ziehen Sie vorsichtig am Gras. Lässt sich die Grasnarbe leicht lösen, dann sind die Wurzeln wahrscheinlich weggefressen. Auch lose liegende Rasenstücke sind ein erkennbares Zeichen für Engerlinge.
Schritt 2: Suchen Sie die Larven unter der Grasnarbe
Heben Sie ein Stück Gras an oder stechen Sie ein kleines Quadrat aus. In der obersten Bodenschicht finden Sie oft die Larven. Engerlinge sind weißgelb, C-förmig, haben einen braunen Kopf und sechs Beinchen. Wenn Sie mehrere Larven zusammen sehen, ist eine direkte Bekämpfung ratsam.
Schritt 3: Setzen Sie Nematoden gegen Engerlinge ein
Nematoden sind die effektivsten und natürlichsten Bekämpfer. Sie dringen in die Engerlinge ein und schalten sie von innen heraus aus. Verwenden Sie hierfür vorzugsweise Heterorhabditis bacteriophora-Nematoden. Sie finden sie auf der Seite „Nematoden gegen Engerlinge“ in unserem Webshop.
Schritt 4: Bringen Sie die Nematoden korrekt aus
Feuchten Sie den Boden an, bevor Sie beginnen. Lösen Sie die Nematoden anschließend in Wasser auf und verteilen Sie die Mischung gleichmäßig mit einer Gießkanne oder einem Sprühgerät über den Rasen. Bei größeren Flächen arbeitet ein Sprühgerät am genauesten.
Schritt 5: Wiederholen Sie die Behandlung bei Bedarf
Engerlinge einiger Käfer, wie zum Beispiel des Maikäfers, leben mehrere Jahre im Boden. Eine zweite Anwendung später in der Saison oder im darauffolgenden Jahr hilft dabei, die Population dauerhaft zu reduzieren. Kontrollieren Sie den Rasen zwischendurch weiterhin auf neue Schäden.

Woran erkennt man Engerlinge und den Schaden?
Engerlinge sind weißgelb, C-förmig und gut an ihrem braunen Kopf und den sechs Beinchen zu erkennen. Sie leben direkt unter der Erdoberfläche.
Schäden am Rasen beginnen meist mit hellen, gelben Flecken. Je mehr Wurzeln die Larven wegfressen, desto mehr stirbt das Gras ab und können Sie die Grasnarbe einfach anheben. In Ziergärten schwächen Pflanzen schnell ab und bleiben im Wachstum zurück.
Um Verwechslungen zu vermeiden:
- Schnakenlarven sind grau, länglich und haben keinen deutlichen Kopf oder Beine.
- Drahtwürmer sind gelbbraun, hart und wurmförmig ohne C-Krümmung.
Im Zweifelsfall sollten Sie am besten ein paar Larven mit Fotos vergleichen oder sie begutachten lassen.

Wann kann man Engerlinge am besten bekämpfen?
Der effektivste Zeitraum liegt oft zwischen Juli und September, wenn die Larven gerade aus dem Ei geschlüpft und noch klein und verletzlich sind.
Einige Arten, wie der Maikäfer, haben eine mehrjährige Entwicklung. In ihrem zweiten oder dritten Jahr können die Larven viel größer sein, was zusätzliche Schäden verursacht. In diesem Fall ist manchmal ein mehrjähriger Ansatz erforderlich.
Nematoden arbeiten nur gut, wenn die Bodentemperatur mindestens 12 °C beträgt. In kalten Perioden sind sie weniger aktiv. Wählen Sie daher einen Zeitpunkt mit stabilem, warmem Wetter und vermeiden Sie pralle Sonne während der Ausbringung.
Engerlinge mit Nematoden bekämpfen
Nematoden der Art Heterorhabditis bacteriophora dringen in die Larven ein und schalten sie auf natürliche Weise aus. Dies geschieht unter der Erde, sodass Sie selbst nichts davon sehen.
Nematoden sind völlig sicher für Menschen, Haustiere, Vögel und Pflanzen. Sie richten sich ausschließlich gegen den Schädling, den Sie bekämpfen möchten.
Für das beste Ergebnis:
- Halten Sie den Boden in den Tagen nach der Anwendung leicht feucht.
- Bringen Sie die Nematoden vorzugsweise bei bewölktem Wetter oder am Abend aus.
- Wiederholen Sie die Behandlung nach 2–3 Wochen, wenn Sie noch Schäden sehen.
- Verwenden Sie bei großen Flächen ein Sprühgerät für eine gleichmäßige Verteilung.

Wie verhindert man neue Engerlinge in seinem Garten?
Kontrollieren Sie den Rasen regelmäßig, vor allem im Sommer und Herbst. Frühe Schäden lassen sich schneller behandeln.
Ein starker Rasen ist weniger anfällig für Schädlinge. Sorgen Sie daher für ausreichend Nährstoffe, einen lockeren Boden und eine gute Wasserdurchlässigkeit.
Vögel und Igel sind natürliche Helfer: Sie fressen gerne Engerlinge. Ein tierfreundlicher Garten hilft also dabei, Schädlingen vorzubeugen.
Engerlinge in spezifischen Situationen
Engerlinge im Rasen
Gelbe Flecken, loses Gras und Wurzelschäden kommen hier am häufigsten vor. Nach der Behandlung mit Nematoden kann es notwendig sein, kahle Stellen neu einzusäen oder leicht nachzusäen, um die Regeneration zu fördern.
Engerlinge im Ziergarten oder Gemüsegarten
Junge Pflanzen mit flachen Wurzeln sind besonders gefährdet. Nematoden können hier ebenfalls gut eingesetzt werden, sofern Sie den Boden feucht halten und die Behandlung bei Bedarf wiederholen.
Engerlinge auf großen Flächen
Für größere Gärten oder Sportplätze ist ein Sprühgerät fast unverzichtbar. Die Kombi-Angebote mit Sprühgerät sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der Nematoden und sparen viel Zeit.