0,00 
0

Bekämpfung von Ameisen

Ameisen bekämpfen – Biologisch und effektiv

Ameisen sind nützliche Insekten, können aber auch für extrem viel Ärger sorgen. Denk an eine Ameisenstraße in der Küche, ein Ameisennest unter den Terrassenplatten oder einen beeinträchtigten Rasen durch die vielen Ameisenhaufen. Am liebsten lässt du die schlauen, fleißigen Ameisen natürlich einfach gewähren. Aber wenn sie dir zu sehr zur Last fallen, gibt es einfache, natürliche Lösungen, um Ameisen zu bekämpfen!

Empfohlen

Am effektivsten gegen ameisen

Nematoden gegen Ameisen
Biologische Kontrolle

Nematoden gegen Ameisen

Ameisen bekämpfen geht natürlich, giftfrei und effektiv mit Steinernema feltiae Nematoden. Diese Nematoden parasitieren die Larven von Ameisen, wodurch diese sterben. Erwachsene Ameisen werden durch die Nematoden vertrieben und suchen(...)
Produktinformationen

Alles über ameisen

Was sind Ameisen und wie leben sie?

Ameisen (Formicidae) sind eine Insektenart, die zu den Hautflüglern gehört. Eigentlich sind es Wespen, die im Laufe der Zeit ihre Flügel verloren haben. Du erkennst Ameisen daher an ihrem Körper, der aus drei Teilen mit einer schmalen „Wespentaille“ besteht. Es gibt viele verschiedene Ameisenarten, mindestens 13.000 Arten sind beschrieben. Die meisten sind schwarz, braun, rot oder gelb.

Ameisen sind soziale Insekten. Sie leben immer in Kolonien, in denen jede Ameise ihre eigene Aufgabe hat. Es gibt die Königin, die Eier legt, Männchen, die für die Befruchtung sorgen, und jede Menge Arbeiterinnen mit verschiedenen Funktionen. So gibt es Kundschafterinnen, Sammlerinnen, Wächterinnen, Nestpflegerinnen, Larvenpflegerinnen und so weiter. Die Ameisenkönigin kann stolze 15 bis 25 Jahre alt werden und tut nichts anderes als Eier legen!

Siehst du Ameisen im Haus oder im Garten, dann sind das meistens die Kundschafterinnen. Kundschafterinnen suchen nach Nahrung und hinterlassen eine Pheromonspur. Dadurch wissen die Sammlerinnen genau, wo sie hinmüssen.

Ameisen ernähren sich vor allem von Kohlenhydraten und Proteinen: Denk an Zucker, Honigtau und andere (tote) Insekten sowie Insektenlarven.

Wo nisten Ameisen?

Die meisten Ameisenarten bauen ihr Nest unter der Erde. Oberirdisch erkennst du ein Ameisennest an einem kleinen Sandhaufen, aber unter der Erde können sich riesige Gangsysteme befinden. Bevorzugt werden die Nester an sonnigen, warmen Stellen gebaut. Zum Beispiel unter Terrassenplatten, entlang der Hauswand oder am Rand des Rasens.

Jede Ameisenart hat andere Vorlieben. Einige Arten bevorzugen trockenen Sandboden, andere wählen eher feuchte Stellen. Außerdem kannst du Ameisennester auch in Blumentöpfen oder Hochbeeten, Rabatten, Gewächshäusern finden, und manchmal schaffen sie es mit ihren Gangsystemen sogar bis ins Haus.

Ameisen auf der Terrasse

Ameisen biologisch bekämpfen: im Garten

Hast du Ameisen entdeckt? Dann ist eine Bekämpfung längst nicht immer nötig. Sie schaden deinem Gras oder deinen Pflanzen nicht und sind echte Aufräumer in der Natur. Es gibt ein paar Fälle, in denen eine Bekämpfung dennoch sinnvoll ist. Zum Beispiel, wenn du eine Blattlausplage hast, wenn Terrassenplatten absacken oder wenn sie übermäßig in Blumenkästen oder Rabatten vorkommen. Lies unten, in welchen Situationen das Bekämpfen von Ameisen nötig sein kann.

Ameisen und Blattläuse: ein gefährliches Duo

Hast du Probleme mit Blattläusen im Garten? Dann schau auch nach, ob Ameisen in der Nähe sind. Ameisen lieben nämlich den Honigtau, den Blattläuse produzieren, und nehmen sie deshalb in Schutz. Natürliche Feinde der Blattläuse, wie Marienkäfer oder Florfliegen, werden von den Ameisen vertrieben. Außerdem „melken“ Ameisen die Blattläuse für zusätzlichen Honigtau. Hast du ein Blattlausproblem? Sorge dafür, dass du zuerst die Ameisen loswirst!

Ameisen im Rasen

Wenn dein Rasen zu einem Schweizer Käse aus Ameisenhaufen geworden ist, kann es sinnvoll sein, die Ameisen mit Nematoden zu bekämpfen. Mähe das Gras zuerst kurz und sorge dafür, dass der Boden feucht ist. Gieße eine konzentrierte Mischung mit Nematoden direkt in die Nestöffnungen. Wimmelt es stark verteilt im Gras von Ameisen, dann behandle die gesamte Fläche mit Nematoden.

Ameisen in einem Blumentopf oder Hochbeet

Befinden sich übermäßig viele Ameisen in einem Blumentopf oder Hochbeet, behandle die Blumenerde mit Nematoden. Mache die Erde zuerst feucht und gieße danach die Nematoden über die Erde. Siehst du Nestöffnungen, gieße dort eine konzentrierte Mischung hinein. Du kannst die Nematoden sicher bei Gemüsepflanzen anwenden; Nematoden sind weder giftig noch schädlich.

Ameisen im Gewächshaus oder zwischen Zierpflanzen

Bei Ameisennestern, die im Gewächshaus gelandet sind, gießt du eine konzentrierte Mischung aus Nematoden in die Öffnung des Ameisenhaufens. Bei Ameisen zwischen Zierpflanzen musst du dafür sorgen, dass du zuerst eventuelle Baumrinde oder Mulch entfernst. So können die Nematoden den Boden besser erreichen. Nach der Behandlung legst du die Mulchschicht wieder zurück.

Ameisen unter Terrassenplatten oder entlang des Hausfundaments

Ameisen können riesige Nester unter der Erde mit einem Gewirr aus Gangsystemen haben. Dadurch können große Ameisenkolonien sogar Absackungen auf deiner Terrasse und am Fundament deines Hauses verursachen. In diesen Situationen ist es eine Herausforderung, die Nematoden in den Boden zu bekommen und nicht auf die Platten. Nematoden vertragen nämlich keine UV-Strahlung. Mit einer Gießkanne oder einem Sprühgerät musst du versuchen, eine konzentrierte Mischung in die Nestöffnungen und Fugen der Platten zu spritzen. Manchmal kann es nötig sein, Terrassenplatten anzuheben.

Fliegende Ameisen

Manchmal sieht man Ameisen mit Flügeln. Das sind entweder Ameisenmännchen oder Jungköniginnen. Diese bekommen beide vorübergehend Flügel für den sogenannten Hochzeitsflug. In dieser Zeit findet die Paarung statt, und nach der Paarung verschwinden die Flügel wieder. Es macht keinen Sinn, fliegende Ameisen zu bekämpfen.

So wirken Nematoden gegen Ameisen

Nematoden (oder Fadenwürmer) sind sehr kleine Rundwürmer, die von Natur aus im Boden vorkommen. Sie sind so klein, dass man sie nur mit einem Mikroskop sehen kann. Unter der Erde parasitieren Nematoden die Larven verschiedenster Schadinsekten. Dabei wird ein Bakterium freigesetzt, das dafür sorgt, dass die Larve stirbt. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Nematoden, die wiederum alle ihre eigenen Vorlieben haben. Indem du Nematoden gegen Schädlinge im Garten einsetzt, nutzt du die Kraft der Natur. Der Einsatz von Nematoden ist völlig giftfrei und sicher für dich selbst, für Tiere und für deine Pflanzen.

Steinernema feltiae Nematoden bei Ameisen

Gegen Ameisen kannst du Nematoden der Art Steinernema feltiae einsetzen. Diese Nematoden parasitieren und töten die Larven von Ameisen. Erwachsene Ameisen bemerken durch die Anwesenheit der Nematoden, dass die Umgebung nicht sicher ist, und verlassen ihre Nester.

Mit Steinernema feltiae Nematoden kannst du ein breites Spektrum an Ameisen natürlich bekämpfen. Denk an Rote Ameisen, aber auch an Schwarze Ameisen. Du erhältst die Nematoden in trockener Form in einem Beutel mit Mineralpulver. Dieses vermischst du mit Wasser und gießt oder sprühst es an der Stelle aus, an der du Ameisen bekämpfen willst. Du erhältst immer eine Packungsbeilage mit Anweisungen zum Mischen der Nematoden und zum Bekämpfen der Ameisen.

Ameisen bei Essensresten und in der Küche

Ameisen bekämpfen: im Haus

Auch im Haus kann man Probleme mit Ameisen haben. Dies kann für sehr viel Ärger sorgen, weshalb es wichtig ist, Ameisen im Haus schnell anzugehen. Je früher du dran bist, desto einfacher kannst du verhindern, dass eine ganze Ameisenkolonie deine Küche besucht.

Schritt 1: Pheromonspur der Kundschafterinnen auslöschen

In einer Ameisenkolonie gibt es Kundschafterinnen, die sich auf die Suche nach Nahrungsquellen machen. Haben sie etwas gefunden, legen sie mithilfe von Pheromonen eine Spur. So wissen die Sammlerinnen der Kolonie, wo sie hinmüssen. Siehst du Ameisen auf einer festen Route zu einer bestimmten Stelle in deinem Haus laufen, dann weißt du, dass dort eine Pheromonspur verläuft. Reinige diese gründlich mit Allzweckreiniger, um die Route zu unterbrechen.

Schritt 2: Suche nach dem Ameisennest

Du kannst fast immer davon ausgehen, dass sich das Ameisennest außerhalb des Hauses befindet. Folge der Route der Ameisen, um zu sehen, wo sich das Nest befindet, und behandle dieses, wenn möglich, mit Nematoden.

Schritt 3: Sorge für Barrieren

Versuche herauszufinden, wie die Ameisen ins Haus gelangen, und verschließe diese Stellen. Löcher und Ritzen kannst du zum Beispiel mit Silikon abdichten. Hast du im Sommer die Tür offen und sie kommen auf diesem Weg herein? Dann kann eine Barriere mit Kupferband helfen, den Eingang weniger attraktiv zu machen.

Schritt 4: Verwende ökologische Ameisenköderdosen

Bekommst du die Plage im Haus wirklich nicht unter Kontrolle? Dann verwende ökologische Ameisenköderdosen. Diese enthalten einen Lockstoff, der von den Arbeiterinnen ins Nest getragen wird. Dieser Lockstoff enthält ein biologisches Gift, durch das letztendlich die gesamte Ameisenkolonie beeinträchtigt wird. So wirst du die Invasion schrittweise los.

Diese Mittel gegen Ameisen solltest du besser vermeiden

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du Ameisen nur bekämpfst, wenn sie auch tatsächlich Probleme verursachen. Sind sie im Garten, aber du hast ansonsten keine Last mit ihnen, dann lass sie einfach in Ruhe. Wenn du sie bekämpfst, entscheide dich für naturfreundliche, biologische Nützlinge und lass diese Mittel links liegen:

  • Chemisches Ameisenpulver: Dies ist sehr umweltschädlich und greift auch Insekten an, die eigentlich nützlich sind und nicht bekämpft werden sollten.
  • Spiritus ins Nest gießen und anzünden: Dies ist nicht nur gefährlich, sondern auch sehr umweltschädlich.
  • Chlor: Ist stark bodenbelastend.
  • Essig: Greift den Säuregehalt des Bodens an und tötet nützliche Insekten. Ist zudem auch schädlich für Pflanzen.
...
0 of 0
0
    0
    Ihr Warenkorb
    Ihr Warenkorb ist leerZurück zum Shop