Der Dickmaulrüssler kommt in fast jedem Garten vor und ist unter vielen verschiedenen Namen bekannt. Offiziell lautet sein Name Otiorhynchus sulcatus oder Gefurchter Dickmaulrüssler, aber vielleicht kennst du den Käfer auch unter der Bezeichnung Rebenstecher. Dickmaulrüssler können sich an den Blättern aller möglichen Zierpflanzen gütlich tun, doch am schädlichsten sind die Larven des Dickmaulrüsslers. Möchtest du wissen, wie du den Dickmaulrüssler erkennst und wie du ihn umweltfreundlich und biologisch bekämpfen kannst? Dann lies weiter.
Aussehen und Herkunft des Dickmaulrüsslers
Der Dickmaulrüssler gehört zur Familie der Rüsselkäfer. Mit dem Import von Eibenhecken sind sie in unsere Gärten gelangt. Daher haben sie auch ihren Namen (im Niederländischen „Taxuskever“). Du erkennst den Käfer an seinem dunkelbraunen, gefurchten Panzer mit kleinen beige- oder gelbfarbenen Flecken. Ein ausgewachsener Käfer ist etwa einen Zentimeter lang. Besonders auffällig sind sie nicht. Das liegt nicht nur an ihrer Tarnfarbe, sondern auch daran, dass sie vor allem nachts aktiv sind. Tagsüber verstecken sie sich unter Töpfen oder Steinen.
Die Eier des Dickmaulrüsslers sind kleiner als ein Millimeter, weiß und rund. Du findest die Eier vor allem im Boden, nah an den Wurzeln von Pflanzen. Die Larven des Käfers ähneln Engerlingen. Die charakteristische Farbe und C-Form stimmen überein. Aber die Larve des Dickmaulrüsslers hat keine Beine und bleibt recht klein, maximal etwa 10–14 mm.
Schäden durch den Dickmaulrüssler und seine Larven
Wenn du kleine runde Fraßstellen am Rand von Blättern siehst, kannst du davon ausgehen, dass du es mit dem Dickmaulrüssler zu tun hast. Der Käfer frisst gerne dicke Blätter von zum Beispiel Rhododendron, Lorbeer, Olivenbäumen oder Hortensien. Der ausgewachsene Käfer frisst immer die Blattränder an und macht niemals, wie eine Schnecke, Löcher in die Mitte.
Die Larven des Käfers fressen zunächst kleine Pflanzenwurzeln an. Je größer sie werden, desto größer sind auch die Wurzeln, von denen sie sich ernähren. Zudem fressen sie an Wurzelknollen oder der Rinde von holzigen Pflanzenstielen. Die Pflanzen werden geschwächt und sterben letztendlich ab.
Die Larven ähneln sehr den Engerlingen, siehe die Abbildung unten.
Lebenszyklus des Dickmaulrüsslers
Da die Winter immer milder werden, kannst du eigentlich das ganze Jahr über Dickmaulrüssler im Garten haben. Am aktivsten sind sie jedoch im Sommer. Ende Mai schlüpfen die Käfer aus ihren Puppen und legen bis September Eier. Die ersten Eier schlüpfen Ende Juni. Die Larven beginnen sofort zu fressen und tun dies bis in den Herbst hinein. Sobald es kälter wird, ziehen sie sich zurück, um sich im Frühjahr zu verpuppen und Ende Mai als ausgewachsene Käfer aus dem Boden zu krabbeln.
Dickmaulrüssler auf biologische Weise bekämpfen
Zur Bekämpfung des Dickmaulrüsslers sind diverse Hausmittel bekannt. So wird gesagt, dass man den Dickmaulrüssler mit Essig oder Knoblauch bekämpfen kann. Ob diese Mittel wirklich wirken, wurde eigentlich nie bewiesen. Den Dickmaulrüssler chemisch mit Gift zu bekämpfen, ist eine weniger gute Option. Damit richtest du nämlich auch Schaden an der übrigen Flora und Fauna an. Glücklicherweise ist eine biologische Bekämpfung gut möglich. Du kannst die Larven des Dickmaulrüsslers nämlich mit Nematoden bekämpfen.
Wenn du die Larven des Dickmaulrüsslers bekämpfen willst, entscheide dich für Heterorhabditis bacteriophora-Nematoden. Diese Nematoden gießt du über den Boden aus, und zwar dort, wo sich die Larven des Dickmaulrüsslers befinden. Die Nematoden schaden Pflanzen und Tieren nicht, aber sie parasitieren die Larven des Dickmaulrüsslers, die so viel ärgerlichen Schaden anrichten.
