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Bekämpfung von Lebensmittelmotten

Bekämpfung von Lebensmittelmotten

Wenn du kleine Motten in der Küche fliegen siehst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um Lebensmittelmotten handelt. Die herumfliegenden Motten sind lästig, aber noch ärgerlicher ist, dass sie sich rasend schnell fortpflanzen und deine Lebensmittelvorräte verseuchen. Innerhalb kürzester Zeit kannst du es mit einer hartnäckigen Plage zu tun bekommen. Zum Glück gibt es clevere Tipps und Tricks, um die Plage wieder loszuwerden und eine erneute Infektion zu verhindern!

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Produktinformationen
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Alles über lebensmittelmotten

Wie bekämpfst du Lebensmittelmotten Schritt für Schritt?

Wenn du entdeckst, dass Lebensmittelmotten im Haus sind, ist es wichtig, sofort zu handeln. Eine Mottenplage kann nämlich, besonders bei warmem Wetter, enorm schnell außer Kontrolle geraten. Folge diesem Schritt-für-Schritt-Plan, um schlimmere Schäden zu verhindern:

  1. Kontrolliere deine Lebensmittelvorräte
    Lebensmittel können nämlich mit Mottenlarven und Eiern verseucht sein. Du erkennst befallene Lebensmittel an Larven, feinen Gespinsten und klumpigen Körnern. Die Larven fressen sich durch Plastik und Karton hindurch, schau also auch gut in die Verpackungen. Besonders die Ecken von Schachteln und Falten in Tüten sind eine Infektionsquelle.
  2. Wirf befallene Lebensmittel weg
    Alle Lebensmittel, die von Mottenlarven befallen zu sein scheinen, müssen so schnell wie möglich entfernt werden. Gib sie in einen gut verschlossenen Müllbeutel und lass diesen Beutel nicht zu lange im Haus stehen.
  3. Reinige gründlich
    Je sauberer der Raum ist, desto geringer ist die Chance, dass die Mottenplage zurückkehrt. Reinige daher deinen Vorratsschrank und die Küche gut. Benutze einen Staubsauger, um alle Ecken, Spalten und Ritzen auszusaugen. Wasche danach alle Oberflächen mit warmem Wasser und Seife ab. Leere den Staubsauger, verschließe den Müllbeutel gut und entferne ihn aus dem Haus.
  4. Stelle eine Pheromonfalle auf
    Mit einer Pheromonfalle fängst du männliche Motten. Sie werden vom Lockstoff der Pheromone angezogen und bleiben in der Falle kleben. Durch das Wegfangen männlicher Motten kannst du die Fortpflanzung teilweise verlangsamen und zusätzlich im Auge behalten, wie sich die Plage entwickelt.
  5. Setze Schlupfwespen ein
    Der wichtigste Schritt, um die Mottenplage vollständig loszuwerden, ist der Einsatz von Schlupfwespen. Mit Schlupfwespen packst du die Plage an der Wurzel an. Die winzigen Wespen parasitieren nämlich Motteneier, wodurch keine neue Motte schlüpfen kann und der Fortpflanzungszyklus durchbrochen wird.

Lebensmittel in Gläsern aufbewahren

Wie werde ich Lebensmittelmotten los?

Um Lebensmittelmotten vollständig loszuwerden, sind Zeit und Geduld erforderlich. Wenn du den Schritt-für-Schritt-Plan durchlaufen hast, hast du auf jeden Fall alles getan, um die Plage akut anzugehen und unter Kontrolle zu halten. Aber Lebensmittelmotten sind hartnäckig und können in den kleinsten Ecken und Ritzen ihre Eier ablegen.

Wiederhole die Behandlung mit Schlupfwespen

Wenn du den vollständigen Schritt-für-Schritt-Plan befolgt und Schlupfwespen eingesetzt hast, kannst du diese zunächst in Ruhe ihre Arbeit machen lassen. Schlupfwespen werden auf einem Kärtchen mit Eiern geliefert, die in den ersten Tagen nach dem Einsatz schlüpfen. Die Schlupfwespen krabbeln aus dem Kärtchen und machen sich sofort aktiv auf die Suche nach Motteneiern, um diese zu parasitieren. Besonders in den ersten zwei Wochen sind sie sehr aktiv, danach sinkt die Population langsam etwas ab. Gleichzeitig können sich bereits wieder neue Mottenlarven zu Motten verpuppt haben, die neue Eier legen. Um den Fortpflanzungszyklus der Motten zu durchbrechen, ist es daher entscheidend, nach 2–3 Wochen neue Schlupfwespen einzusetzen. Bei einer sehr hartnäckigen Plage kann auch eine dritte oder sogar vierte Wiederholungsbehandlung nötig sein.

Halte die Umgebung sauber

Während die Schlupfwespen ihre nützliche Arbeit verrichten, kannst du selbst auch noch einige Schritte unternehmen, um die Plage loszuwerden. So kannst du in Erwägung ziehen, neue Einkäufe vorübergehend an einem anderen Ort zu lagern. Auf diese Weise kannst du den Befallsort leichter sauber halten und musst nicht noch mehr Lebensmittel wegwerfen. Du kannst Lebensmittel eventuell auch einfrieren. Wenn du sie eine Woche im Gefrierfach lässt, tötest du eventuelle Larven und Eier ab.

Sorge außerdem kontinuierlich dafür, dass der Raum und die Umgebung, in der du Probleme mit den Motten hast, sauber bleiben. Ein klein wenig verschüttetes Essen (hinter einem Schrank oder in einer versteckten Ecke) reicht bereits als Nährboden für Mottenlarven aus. Mottenlarven können zudem ein ganzes Stück krabbeln und verpuppen sich längst nicht immer in der Nähe von Lebensmitteln. Reinige daher weiterhin regelmäßig, um alle Lebensmittelmotten, Larven und Eier zu erwischen.

Mit den oben genannten Schritten arbeitest du völlig giftfrei und sicher für deine Umgebung. Obwohl dies in den meisten Fällen super effektiv ist, sind manche Mottenplagen so heftig, dass weitere Maßnahmen erforderlich sind. In diesem Fall kann eine Behandlung durch einen professionellen Schädlingsbekämpfer die letzte Option sein. Dies sind gründliche, aber kostspielige Behandlungen, bei denen auch Gift zum Einsatz kommt. Manchmal ist es jedoch der einzige Weg, das Mottenproblem vollständig loszuwerden.

Lebensmittelmotten und Larven befallen Lebensmittel

Wie erkennst du Lebensmittelmotten und ihre Larven?

Das Aufspüren von Lebensmittelmotten beginnt mit dem Erkennen bestimmter Anzeichen, die auf einen Befall hindeuten können. Manchmal sieht man kaum Motten fliegen, aber es liegt bereits eine beginnende Plage vor. Achte daher neben herumfliegenden Lebensmittelmotten auch auf die Larven und befallene Lebensmittel.

Erwachsene Lebensmittelmotten erkennen

Lebensmittelmotten sind Nachtfalter und vor allem abends und nachts aktiv. Sie werden von Lichtquellen angezogen. Tagsüber ruhen die Motten oft irgendwo mit zusammengeklappten Flügeln. Dies kann überall im Haus sein; erwachsene Motten bleiben nicht unbedingt in der Nähe der Eier und Larven. Es gibt verschiedene Arten von Lebensmittelmotten, aber alle sind beige oder braun gefärbt und nicht größer als etwa 2 Zentimeter.

Larven von Lebensmittelmotten erkennen

Die Larven von Lebensmittelmotten sind wurmartige Larven und finden sich oft in und auf Lebensmittelverpackungen. Die Larven sind weiß oder cremefarben und haben einen braunen Kopf. Sie sind etwa 7 bis 9 mm groß. Diese Larven spinnen feine Gespinste, um sich zu schützen. Seidenartige Röhren und Gespinste findest du in der Nähe von Lebensmitteln.

Motte und Larve der Mehlmotte

Links eine erwachsene Lebensmittelmotte, rechts die Larven, die Lebensmittel befallen

Puppen von Lebensmittelmotten erkennen

Vor dem Verpuppen bewegen sich die Larven oft an andere Orte. Du findest die Puppen also nicht so sehr in der Nähe von Lebensmitteln, sondern eher an den Wänden, zum Beispiel des Vorratsschranks. Kontrolliere außerdem Nähte, Spalten, Ecken und die Decke.

Wichtige Infektionsquellen erkennen

Du kannst den Larven an allen möglichen Stellen begegnen. Favoriten sind trockene Lebensmittel wie Mehl, Frühstücksflocken, Pasta, Backmischungen, Nüsse oder Trockenfrüchte. Sei zudem wachsam bei Tierfutter; Produkte wie Hundetrockenfutter oder Katzenfutter können oft eine Infektionsquelle sein. Ein wenig verschüttetes Essen in einer Ecke, einer Ritze oder hinter einem Küchenschrank kann bereits ein Nährboden sein.

Mottenlarven haben immer Hunger und sind nicht wählerisch. Sie fressen sich durch Verpackungen hindurch und sind manchmal sogar an Gewürzgläsern, getrocknetem Tee, Tabak oder an den Rändern von Dosen zu finden.

Puppe einer Kakaomotte

Puppe einer Kakaomotte

Vermeidung neuer Infektionen

Vorbeugen ist natürlich immer besser als Heilen. Wenn du die Plage losgeworden bist, gibt es verschiedene Schritte, die du unternehmen kannst, um ein erneutes Aufkeimen zu verhindern.

  1. Achte darauf, dass du nicht zu viele Lebensmittel aufbewahrst.
    Je mehr Vorräte du hast, desto größer ist die Chance, dass irgendwo ein Ei oder ein paar Larven zurückbleiben, die der Beginn einer neuen Plage sein könnten.
  2. Lagere Lebensmittel in gut verschließbaren Glasgläsern oder stabilen Kunststoffbehältern.
    Mottenlarven fressen sich durch Plastik und Karton hindurch, daher sind die meisten Lebensmittelverpackungen oder Zip-Lock-Beutel nicht resistent gegen eine Mottenplage. Durch die Lagerung deiner Lebensmittel in Einmachgläsern, Dosen oder Kunststoffbehältern sorgst du dafür, dass neue Motten nicht mehr an deine Lebensmittel gelangen können. Sollte sich doch einmal eine Motte, Larve oder ein Ei in einem der Gläser befinden, bleibt der Befall isoliert und du musst nur dieses eine Lebensmittel wegwerfen.
  3. Kontrolliere neu gekaufte Lebensmittel.
    Oft entsteht eine Plage durch Lebensmittel, die bereits befallen sind, wenn du sie aus dem Laden mitnimmst. Prüfe daher gut, was du ins Haus bringst. Vor allem Getreideprodukte, Nüsse, trockene Bohnen, Trockenfrüchte und Tierfutter können befallen sein.
  4. Halte die Küche und die Lebensmittellagerung sauber.
    Putzen ist und bleibt im Kampf gegen Lebensmittelmotten wahnsinnig wichtig. Reinige daher regelmäßig die Küchenschränke, Schubladen und Vorratskammern. Larven brauchen nur sehr wenig Nahrung zum Überleben; wenn also irgendwo ein bisschen Mehl oder Zucker verschüttet wurde, kann dies bereits eine neue Plage begünstigen.
  5. Verwende Pheromonfallen.
    Die Pheromonfalle enthält einen Lockstoff mit Pheromonen, der männliche Motten anzieht. Diese bleiben anschließend in der Falle kleben. Platziere oder hänge die Falle in der Nähe eines Ortes auf, an dem sich die Motten vermutlich befinden. Dank der Falle siehst du schnell, ob Motten vorhanden sind. Nimmt die Anzahl der Motten in der Falle schnell zu, entwickelt sich eine Plage und du kannst Maßnahmen ergreifen.

Welche Arten von Lebensmittelmotten gibt es?

Lebensmittelmotten sind Nachtfalter, die zur Familie der Zünsler (Pyralidae) gehören. Weltweit sind sage und schreibe 6.000 Arten bekannt, aber es gibt 3 Arten, die man am häufigsten im Haus antrifft.

Vorratsmotten

In diese Gruppe fallen drei Mottenarten, die sich stark ähneln: die Mehlmotte (Ephestia kuehniella), die Kakaomotte (Ephestia elutella) und die Dörrobstmotte (Cadra cautella). Alle drei sind hellbraun gefärbt mit dunkelgrauen Flecken auf den Flügeln. Sind die Flügel zusammengeklappt, sind die Motten nicht größer als 2 cm. Die Flügelspannweite liegt zwischen 1,5 und 3 cm. Die Larven sind 2 cm lang und gelblich-weiß mit einem dunklen Köpfchen.

Dörrobstmotten

Die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella), auch bekannt als Indische Mehlmotte, ist weit verbreitet. In Haushalten trifft man sie regelmäßig an. Man kann sie anhand der Flügelzeichnung gut von Vorratsmotten unterscheiden. Die Flügel sind in der vorderen Hälfte gelblich-weiß, die Enden sind rotbraun. Im Allgemeinen sind sie etwas kleiner als die Vorratsmotten.

Unterschied zwischen Dörrobstmotte und Vorratsmotte

Reismotten

Reismotten erkennst du vor allem an den Flügeln. Im Gegensatz zu Dörrobst- und Vorratsmotten hat die Reismotte abgerundete Flügel. Dadurch sieht man deutlich ein vorderes und hinteres Flügelpaar. Im Ruhezustand hat die Motte die Flügel eng an den Körper gefaltet. Durch ihre unauffällige Farbe bemerkt man sie dann fast nicht. Da die Reismotte ursprünglich aus einem warmen und feuchten Gebiet stammt, pflanzt sie sich bei hohen Temperaturen am schnellsten fort.

Warum Schlupfwespen und Pheromonfallen unverzichtbar sind

Motten auf umweltfreundliche, sichere und wirksame Weise zu bekämpfen, gelingt mit Schlupfwespen und Pheromonfallen. Der Einsatz dieser natürlichen Gegenspieler ist im Kampf gegen Lebensmittelmotten unverzichtbar. Mit Putzen und dem Aufräumen von Lebensmittelvorräten machst du den Anfang, wirst aber niemals den vollständigen Befall wegbekommen. Motten legen enorm viele Eier, die zudem noch sehr klein sind. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du beim Putzen ein paar Eier übersiehst, die wieder der Beginn einer neuen Plage sein können. Natürliche Bekämpfer wie Pheromonfallen und Schlupfwespen geben dir genau die zusätzliche Unterstützung, die du brauchst, um den Mottenbefall loszuwerden.

So wirken Pheromonfallen gegen Lebensmittelmotten

Eine weibliche Motte sondert Pheromone ab. Männliche Motten können den Geruch dieser Pheromone aus großer Entfernung riechen. Sobald sie dies wahrgenommen haben, wollen sie nichts lieber, als sich mit dem Weibchen zu paaren. Sie werden alle Tätigkeiten einstellen und ihrem Geruchsorgan folgen. Da Pheromone eine so starke Wirkung auf männliche Motten haben, ist die Pheromonfalle ein enorm effektives Mittel. Die Falle enthält einen Lockstoff mit den Pheromonen verschiedener Arten von Lebensmittelmotten. Männchen werden davon angezogen und bleiben in der Falle kleben.

Die Pheromonfalle hilft dir auf zwei Arten. Zum einen verlangsamst du die Fortpflanzung durch das Wegfangen männlicher Motten. Am effektivsten sind sie zudem für das Monitoring der Plage. Anhand der Anzahl der Motten, die du fängst, erhältst du ein Bild von der Entwicklung der Plage. Fängst du immer weniger, läuft die Bekämpfung gut; fängst du immer mehr, sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.

 

So wirken Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten

Der ultimative Mottenbekämpfer ist die Schlupfwespe. Schlupfwespen kommen in der Natur weit verbreitet vor und sind Parasitoide. Das heißt, sie benötigen einen Wirt zum Überleben, und der Wirt wird dadurch sterben. Gegen Motten verwendest du eine Mischung aus Trichogramma-Schlupfwespen. Dies sind winzige Wespen, nicht größer als 1 mm, die Motteneier zum Überleben brauchen. Sie nutzen die Eier, um ihre eigenen Eier darin abzulegen und um sich davon zu ernähren. Dadurch schlüpft keine Mottenlarve mehr aus dem Ei.

Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass du die Mottenplage an der Wurzel packst. Du bekämpfst sie also schon, bevor sie aus ihrem Ei geschlüpft sind, und verhinderst so Larven, Puppen und erwachsene Motten.

Der Einsatz von Schlupfwespen klingt aufregend, ist aber vollkommen sicher. Die Schlupfwespen sind so klein, dass du kaum merkst, dass sie da sind. Sie haben nur eine Mission: Motteneier aufspüren. Sie stechen nicht und belästigen Menschen, Tiere und Pflanzen ansonsten nicht. Du musst auch keine Angst haben, dass du die Mottenplage gegen eine Schlupfwespenplage eintauschst. Eine Schlupfwespe lebt nur ein paar Wochen und braucht ein Mottenei zum Überleben. Wenn diese nicht mehr zu finden sind, verschwinden die Schlupfwespen von selbst.

Schlupfwespen im Einsatz

Schlupfwespen werden auf einem Kärtchen geliefert. Das Kärtchen faltest du auseinander und platzierst es an einer Stelle, an der du Motten und Larven gesichtet hast.

Natürliche Bekämpfung versus chemische Bekämpfung

Die Bekämpfung von Motten mit Pheromonfallen und Schlupfwespen ist völlig giftfrei und sicher für deine Umgebung. Diese Bekämpfungsmethode ist so effektiv, weil du die Plage an der Wurzel packst und die Kraft der Natur nutzt. Chemische Bekämpfungsmittel liefern zwar ein schnelleres Ergebnis, können aber auch Schäden bei anderen Insekten anrichten, die eigentlich nützlich sind. Sie stellen zudem ein Gesundheitsrisiko für Menschen und (Haus-)Tiere dar, und es können Resistenzen gegen das Mittel entwickelt werden.

Häufige Fehler bei der Bekämpfung von Lebensmittelmotten

Oft denkt man, man sei gut dabei, Lebensmittelmotten zu bekämpfen, stellt dann aber fest, dass man die Plage einfach nicht loswird. Dies sind häufige Fehler im Bekämpfungsprozess:

  1. Die Verwendung von Mottenkugeln
    Bei der Bekämpfung von Motten wird oft an Mottenkugeln gedacht. Diese sind jedoch absolut nicht für die Bekämpfung von Lebensmittelmotten geeignet. Mottenkugeln dürfen nicht in der Nähe von Lebensmittellagern oder in der Küche verwendet werden. Sie sind für luftdichte Räume gedacht, wie zum Beispiel eine verschlossene Kiste, in der Kleidung aufbewahrt wird. Mottenkugeln setzen Gase frei, die die Motten töten. Diese Gase stellen bei unsachgemäßer Verwendung ein Risiko für Menschen oder (Haus-)Tiere dar.
  2. Nur Pheromonfallen einsetzen
    Wenn du eine Pheromonfalle im Haus aufgestellt hast und siehst, dass sie sich ordentlich mit Motten füllt, scheint es, als wärst du auf dem richtigen Weg. Bedenke jedoch, dass du mit Pheromonfallen nur erwachsene männliche Motten fängst. Dies wird die Fortpflanzung vielleicht etwas bremsen, aber es wird nicht ausreichen, um die Plage loszuwerden. Die Männchen, die du gefangen hast, können sich nämlich schon vorher gepaart haben. Es schlüpfen dann trotzdem neue Eier, und die Plage wuchert weiter. Nutze die Pheromonfalle vor allem, um die Entwicklung der Plage im Auge zu behalten. Die eigentliche Bekämpfung erledigst du mit Schlupfwespen.
  3. Lebensmittelvorräte unzureichend kontrollieren
    Es ist wahnsinnig wichtig, deine Lebensmittelvorräte sehr gründlich zu kontrollieren. Eine Mottenplage im Haus entsteht oft durch mitgebrachte Lebensmittel, die bereits befallen sind. Die winzigen Motteneier sieht man nicht sofort. Erst wenn Larven schlüpfen und du erwachsene Motten fliegen siehst, bemerkst du den Befall. Indem du vor Beginn der Bekämpfung, aber auch während des Bekämpfungsprozesses und danach deine Vorräte scharf auf Befall kontrollierst, verhinderst du, dass du innerhalb kürzester Zeit wieder Probleme mit einer neuen Plage hast.
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