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Bekämpfung von Kleidermotten

Auf dieser Seite findest du eine Übersicht über all unsere Produkte gegen verschiedene Mottenarten. Insbesondere Kleidermotten und Lebensmittelmotten können im Haus zu einer extrem lästigen Plage werden. Winzig kleine Schlupfwespen sind enorm effektiv, um Mottenplagen im Keim zu ersticken. Nutze zusätzlich Pheromonfallen, um Motten abzufangen und den Befall zu überwachen.

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Am effektivsten gegen kleidermotten

Schlupfwespen gegen Kleidermotten
Biologische Kontrolle

Schlupfwespen gegen Kleidermotten

Mit Schlupfwespen gegen Kleidermotten kannst du Motten auf eine sichere, giftfreie und natürliche Weise bekämpfen. Die Larven der Kleidermotte fressen Löcher in die Kleidung. Schlupfwespen, nicht größer als 0,5 mm,(...)
Produktinformationen
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Alles über kleidermotten

Bekämpfung von Kleidermotten

Die Entdeckung von Kleidermotten ist eine Katastrophe für deine Textilsammlung. Ein Kleidermottenbefall verursacht große Schäden an Kleidung, Möbeln, Teppichen und anderen Textilien. Hast du ein paar Motten entdeckt, gilt es, die Plage so schnell wie möglich einzudämmen. Auf dieser Seite haben wir alles zusammengestellt, um Kleidermotten natürlich und giftfrei zu bekämpfen und wie du einen erneuten Befall verhindern kannst.

Kleidermotte auf Fell

Kleidermotten bekämpfen: Schritt für Schritt

Eine Kleidermottenplage wird oft bemerkt, wenn Löcher in Textilien entstehen oder wenn Motten im Haus herumfliegen. Sobald du Kleidermotten bemerkt hast, solltest du aktiv werden. Kleidermotten und ihre Larven halten sich oft an ruhigen Plätzen auf. Wenn du ein paar Motten fliegen siehst, besteht die Chance, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist und sich viel mehr Motten und Larven im Haus befinden. Folge diesem Stufenplan, um die Plage direkt zu bekämpfen:

  1. Suche nach der Infektionsquelle
    Versuche zuerst herauszufinden, wo sich die Kleidermotten und ihre Larven befinden. Die Larven sitzen in und auf Stoffen und bevorzugen tierisches Material. Denke an Wolle, Pelz, Leder und Tierfelle. Am liebsten halten sich die Larven an ruhigen Orten auf, an denen es schön dunkel ist.
  2. Schüttle Kleidung und Textilien aus und wasche alles
    Hast du die Quelle gefunden, solltest du alle Textilien gründlich kontrollieren. Schüttle Kleidung und Textilien aus, um aktive Larven oder Motten zu lösen. Wenn Larven aus der Kleidung fallen, kannst du diese schnell mit dem Staubsauger entfernen. Nach dem Ausschütteln ist es wichtig, die Kleidung bei mindestens 60 °C zu waschen, um Motteneier und Larven abzutöten. Textilien, bei denen dies nicht möglich ist, kannst du auch einfrieren. Lass sie für mindestens 12 Stunden im Gefrierfach.
  3. Reinige den Kleiderschrank gründlich
    Bevor du die Kleidung wieder einräumst, musst du die Aufbewahrungsorte gründlich reinigen. Sauge den Kleiderschrank oder Lagerraum gründlich aus. Schenke staubigen Ecken und Ritzen besondere Aufmerksamkeit. Orte, an denen sich Staub ansammelt (zum Beispiel hinter einem Schrank), können zum Nährboden für eine neue Plage werden. Reinige auch Schubladen und Aufbewahrungsboxen innen gründlich. Wenn du mit dem Saugen fertig bist, leere so schnell wie möglich den Staubsauger oder wechsle den Staubsaugerbeutel. Den Abfall gibst du in einen verschlossenen Müllbeutel und entfernst ihn am besten sofort aus dem Haus. In den Staubresten können Larven nämlich überleben und eine neue Plage starten.
  4. Setze Pheromonfallen ein, um den Befall zu überwachen
    Mit einer Pheromonfalle für Kleidermotten fängst du männliche Motten. Sie werden vom Lockstoff der Pheromone angezogen und bleiben in der Falle kleben. Durch das Wegfangen männlicher Motten kannst du die Fortpflanzung teilweise verlangsamen und zudem im Auge behalten, wie sich die Plage entwickelt. Platziere die Falle im Kleiderschrank, auf dem Dachboden, unter dem Bett oder wo auch immer du potenziell auf Motten triffst.
  5. Nutze Schlupfwespen, um die Plage zu bekämpfen
    Der wichtigste Schritt, um die Kleidermottenplage vollständig loszuwerden, ist der Einsatz von Schlupfwespen. Mit Schlupfwespen packst du die Plage an der Wurzel. Die superkleinen Wespen parasitieren nämlich die Motteneier, wodurch keine neue Motte schlüpfen kann und der Fortpflanzungszyklus durchbrochen wird.

Wie werde ich Kleidermotten los?

Der Kampf gegen Kleidermotten beginnt mit dem oben beschriebenen Stufenplan. Damit hast du einen guten Start hingelegt. Anschließend ist es wichtig, die Entwicklung der Plage gut im Auge zu behalten. Die natürliche Bekämpfungsmethode von Kleidermotten zielt darauf ab, den Fortpflanzungszyklus der Motten zu durchbrechen. Das ist nichts, was von heute auf morgen erledigt ist, sondern erfordert einige Wochen Zeit und eine gute Portion Ausdauer.

Lagere Kleidung, die du nicht benutzt, sicher ein

Je weniger Nahrung in Form von Textilien und Staub für die Mottenlarven verfügbar ist, desto schneller wirst du die Plage los. Wenn du all deine Kleidung und Textilien kontrolliert und gewaschen hast, verstau alles, was du vorerst nicht brauchst. Gib die Kleidung in Behälter, die du gut verschließen kannst, um zu verhindern, dass Mottenlarven herankommen.

Kleidung, die du griffbereit haben möchtest, hängst du am besten auf, anstatt sie zu stapeln. Mottenlarven bevorzugen ruhige, dunkle Plätze. Ein Stapel Kleidung ist daher ein beliebtes Versteck; in hängender Kleidung verstecken sie sich eher ungern.

Vakuumbeutel für Kleidung

Lagere Kleidung, die du nicht benutzt, gut in einem verschlossenen Behälter oder Vakuumbeutel.

Regelmäßig reinigen

Sauge und reinige den befallenen Ort weiterhin regelmäßig. Besonders Stellen, an denen sich Staub leicht ansammelt, musst du sauber halten. Lüfte deine Kleidung alle paar Tage und schüttle sie aus. So bemerkst du eventuelle Motten und Larven sofort.

Setze nach zwei Wochen neue Schlupfwespen ein

Wenn du Schlupfwespen eingesetzt hast, musst du erst einmal nicht viel weiter tun. Die Schlupfwespen suchen aktiv nach Motteneiern, um diese zu parasitieren, und verhindern so, dass neue Larven schlüpfen. Allerdings ist es wichtig, die Behandlung mit Schlupfwespen zu wiederholen. Eine Schlupfwespe lebt nur etwa drei Wochen und die Population nimmt mit der Zeit ab. Währenddessen können aber gerade wieder neue Motten schlüpfen, die neue Eier legen. Durch das Einsetzen einer neuen Population nach 2 Wochen werden auch die letzten verbliebenen Motteneier bekämpft.

Überwache den Befall weiterhin mit einer Pheromonfalle

Mit einer Pheromonfalle kannst du im Auge behalten, wie sich die Mottenplage entwickelt. Fängst du immer weniger Motten in der Falle, läuft die Bekämpfung gut. Nimmt die Anzahl der Motten in der Falle zu, ist es Zeit, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Setze extra Schlupfwespen ein oder wiederhole die Behandlung mit Schlupfwespen ein drittes oder manchmal sogar viertes Mal.

Chemische Bekämpfung von Kleidermotten

Indem du konsequent reinigst und Pheromonfallen sowie Schlupfwespen in regelmäßigen Abständen einsetzt, wirst du die Plage in den meisten Fällen innerhalb weniger Wochen los. In manchen Fällen ist die Mottenplage jedoch so heftig, dass natürliche Gegenspieler nicht hinterherkommen. Dann kann eine Behandlung durch einen professionellen Kammerjäger die letzte Option sein. Dies sind gründliche, aber kostspielige Behandlungen, bei denen auch Gift zum Einsatz kommt. Chemische Bekämpfungsmittel zeigen zwar schnell Wirkung, können aber auch anderen nützlichen Insekten schaden. Zudem stellen sie ein Gesundheitsrisiko für Menschen und (Haus-)Tiere dar, und es können Resistenzen gegen das Mittel entwickelt werden.

Kleidermotten erkennen: Das sind die Anzeichen

Je früher du einen Mottenbefall bemerkst, desto einfacher ist es, die Kleidermotten zu bekämpfen. Motten können sich unter den richtigen Bedingungen rasend schnell fortpflanzen. Eine Mottenplage ist oft erst sichtbar, wenn du Schäden entdeckst und Motten fliegen siehst. Aber wenn erst einmal Schäden da sind, kannst du davon ausgehen, dass die Plage schon weit fortgeschritten ist. Dies sind (frühzeitige) Signale, auf die du achten kannst:

  • Sichtbare Larven
    Kleidermottenlarven sehen wurmartig aus. Sie haben einen braunen Kopf und einen cremeweißen Körper. Die Larven sind etwa 7 bis 9 mm groß.
  • Seidige Röhren und Gespinste
    Larven spinnen seidige, oft röhrenförmige Gespinste, in denen sie leben. Du findest diese Gespinste auf Wolle, Decken und Teppichen.
  • Kleine Puppen, die an verschiedenen Materialien haften
    Puppen von Kleidermotten kannst du an verschiedenen Stellen finden, meistens jedoch dort, wo auch die Larven leben. Manchmal verlassen die Larven ihren Lebensraum, um sich zu verpuppen. Eine Puppe ist braun und etwa 6 mm groß. Mit einem Gespinstfaden ist der Kokon irgendwo befestigt. Die Larven können bis zu 5 Meter die Wand hochkriechen.
  • Schäden an Wollteppichen
    Ein (Vintage-)Wollteppich ist ein berüchtigter Brutplatz für Motten. Kontrolliere ihn daher gut auf Schäden, besonders in Ecken, die kaum oder gar nicht betreten werden. Das ist zum Beispiel unter dem Sofa oder dem Couchtisch.
  • Herumfliegende Motten
    Ein sehr deutliches Signal ist die Anwesenheit von ausgewachsenen Motten. Man sieht sie oft, wenn man an einem Ort reinigt, an den man nicht oft kommt. Die Motten fliegen auf oder verkriechen sich.
  • Schäden an tierischem Material
    Kleidermotten haben eine starke Vorliebe für tierisches Material. Sie wählen also am liebsten Wolle, Pelz, Haar, Leder oder Federn. Auch ausgestopfte Tiere können von Mottenlarven angefressen werden. Wenn keine tierischen Produkte vorhanden sind, wählen die Larven andere Materialien. Denke an Fusseln und staubige Ecken, Baumwolle oder Leinen.

Larve Tineola bisselliella Kleidermotte

Wie verhindert man Kleidermotten im Haus?

Vorbeugen ist natürlich immer besser als Heilen. Wenn du eine Kleidermottenplage im Haus hattest, möchtest du natürlich verhindern, dass sie erneut aufflammt. Zum Glück gibt es viele Dinge, die du tun kannst, um Kleidermotten im Haus zu vermeiden.

  • Halte deine Kleidung sauber
    Getragene Kleidung ist für Mottenlarven besonders attraktiv, da Hautfett in der Kleidung zurückbleibt. Ein Kleidungsstück, das öfter gewaschen wurde, wird weniger verlockend. Natürlich sind nicht alle Kleidung und Textilien für häufiges Waschen geeignet. Diese kannst du eventuell reinigen lassen oder regelmäßig kontrollieren und ausklopfen.
  • Lagere Kleidung richtig
    Kleidung, die du nicht oft benutzt, lagerst du am besten sauber in gut verschlossenen Kunststoffbehältern oder Beuteln. Das müssen nicht unbedingt Vakuumbeutel sein, solange die Larven nicht herankommen können.
  • Ventilieren und Lüften
    Sorge für gute Belüftung und lüfte Kleidung und Textilien regelmäßig. Mottenlarven halten sich am liebsten an ruhigen Plätzen auf, daher wird Kleidung, die öfter mal aus dem Schrank kommt, eher in Ruhe gelassen.
  • Aufhängen statt stapeln
    Kleidermotten scheinen gestapelte Kleidung zu bevorzugen. Vermutlich, weil sie es dort schön dunkel und ruhig finden. In hängender Kleidung wirst du selten Mottenlarven finden.
  • Secondhand- und Vintage-Kleidung kontrollieren und reinigen
    Liebst du Secondhand- und Vintage-Kleidung? Dann kontrolliere sie gut, bevor du sie mit nach Hause nimmst. Vintage-Kleidung, aber auch Teppiche und Polstermöbel können eine Infektionsquelle sein. Achte zum Beispiel auf Stuhlfüllungen oder Schubladen in Schränken.
  • Reinigen
    Reinige Aufbewahrungsorte von Kleidung und anderen Textilien weiterhin regelmäßig. Ecken und Ritzen, in denen Staub liegen bleibt, können ein Nährboden für neue Motteneier und Larven sein. Indem du Staub nicht ansammeln lässt, hältst du das Problem unter Kontrolle.

Verschiedene Arten von Kleidermotten erkennen

Du kannst zwei Arten von Kleidermotten im Haus antreffen: die Kleidermotte (Tineola bisselliella) und die Pelzmotte (Tinea pellionella). Beide Motten ähneln sich stark und haben die gleichen Vorlieben bei der Nahrung.

Kleidermotte und Pelzmotte erkennen

Die ausgewachsenen Motten sind 7 bis 8 mm lang und haben eine Flügelspannweite von etwa 11–17 mm. Die Vorderflügel sind beige bis hellbraun und glänzen ein wenig. Die Hinterflügel sind etwas heller. Der deutlichste äußerliche Unterschied zwischen beiden Motten ist, dass die Pelzmotte drei dunkle Punkte auf den Vorderflügeln hat.

Für die Bekämpfung der Plage macht es kaum einen Unterschied, welche der beiden Arten du im Haus hast, da der Ansatz derselbe ist. Was du jedoch beachten solltest, ist, dass du möglicherweise (auch) Probleme mit Lebensmittelmotten hast. Deren Bekämpfung erfordert einen etwas anderen Ansatz. Lies hierzu mehr auf unserer Seite über die Bekämpfung von Lebensmittelmotten.

Kleidermotte und Pelzmotte

Ursprung und Lebenszyklus von Kleidermotten

Ursprünglich stammt die Kleidermotte aus Gebieten mit tropischem oder subtropischem Klima. Erst ab dem 18. Jahrhundert, als man in großem Stil Öfen in den Häusern bekam, hat sich die Motte hier niedergelassen. Man findet sie auch nur in Innenräumen; in der freien Natur kommen sie nicht vor. Die Pelzmotte hingegen kann man auch in der Natur antreffen.

Für beide Motten gilt, dass man sie, da wir unsere Häuser heizen, das ganze Jahr über im Haus antreffen kann. Allerdings gibt es oft einen Peak im Frühjahr und Sommer, wenn auch die Außentemperaturen höher sind.

Eine ausgewachsene Motte verursacht keinen Schaden. Das Einzige, was die ausgewachsenen Motten tun, ist sich fortzupflanzen. Ein Weibchen kann bis zu 100 Eier legen und tut dies an Stellen, an denen Nahrung zu finden ist, also in der Nähe von Stoffen. Aus den Eiern schlüpfen nach 7–10 Tagen Larven. Die Larven spinnen eine Röhre, in der sie sich verstecken können. Je nach Temperatur, Nahrungsangebot und Qualität der Nahrung dauert das Larvenstadium zwischen 4 und 10 Monaten. Je wärmer es ist und je mehr Material tierischen Ursprungs verfügbar ist, desto schneller ist die Larve ausgewachsen. Danach ist die Larve bereit zur Verpuppung; das Verpuppen dauert 2–6 Wochen. Aus der Puppe schlüpft eine ausgewachsene Motte. Man sieht die Motten eigentlich nur abends fliegen. Sie leben höchstens 4 Wochen und beschäftigen sich ausschließlich mit der Fortpflanzung.

Warum Schlupfwespen und Pheromonfallen bei der Bekämpfung wichtig sind

Motten vollständig auf umweltfreundliche, sichere und wirksame Weise zu bekämpfen, gelingt dir mit Schlupfwespen und Pheromonfallen. Der Einsatz dieser natürlichen Gegenspieler ist im Kampf gegen Kleidermotten unverzichtbar. Das Reinigen, Verstauen und Waschen von Textilien reicht oft nicht aus, um eine Plage zu stoppen. Motten legen enorm viele Eier, die zudem noch sehr klein sind. Die Chance ist groß, dass du beim Reinigen ein paar Eier übersiehst, die wieder der Start einer neuen Plage sein können. Natürliche Bekämpfer wie Pheromonfallen und Schlupfwespen geben dir genau die zusätzliche Unterstützung, die du brauchst, um den Mottenbefall loszuwerden.

So wirken Pheromonfallen gegen Kleidermotten

Eine weibliche Motte sondert Pheromone ab. Männliche Motten können den Geruch dieser Pheromone aus großer Entfernung riechen. Sobald sie dies wahrgenommen haben, wollen sie nichts lieber als sich mit dem Weibchen paaren. Sie werden alle Aktivitäten einstellen und ihrem Geruchsorgan folgen. Da Pheromone eine so starke Wirkung auf männliche Motten haben, ist die Pheromonfalle ein enorm effektives Mittel. Die Falle enthält einen Lockstoff mit den Pheromonen von Kleidermotten. Männchen werden davon angezogen und bleiben in der Falle kleben.

Die Pheromonfalle hilft dir auf zwei Arten. Zum einen verlangsamst du die Fortpflanzung durch das Wegfangen männlicher Motten. Zum anderen sind sie am effektivsten für die Überwachung der Plage. Da Larven lange Zeit überleben können (das Larvenstadium kann bis zu 10 Monate dauern), kann eine beginnende Plage unbemerkt schon eine Weile irgendwo schlummern. Indem du immer eine Pheromonfalle an deinem Kleideraufbewahrungsort platzierst, weißt du schnell, ob Motten vorhanden sind, und kannst die richtigen Maßnahmen treffen. Anhand der Anzahl der Motten, die du fängst, erhältst du ein Bild von der Entwicklung der Plage. Fängst du immer weniger, läuft die Bekämpfung gut; fängst du immer mehr, sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich.

So wirken Schlupfwespen gegen Kleidermotten

Der Mottenbekämpfer schlechthin ist die Schlupfwespe. Schlupfwespen sind in der Natur weit verbreitet und sind Parasitoide. Das bedeutet, dass sie einen Wirt zum Überleben brauchen und der Wirt dadurch sterben wird. Gegen Motten verwendest du einen Mix aus Trichogramma-Schlupfwespen. Das sind winzige Wespen, nicht größer als 1 mm, die Motteneier zum Überleben brauchen. Sie nutzen die Eier, um ihre eigenen Eier darin abzulegen und um sich davon zu ernähren. Dadurch schlüpft keine Mottenlarve mehr aus dem Ei.

Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass du die Mottenplage an der Wurzel packst. Du bekämpfst sie also schon, bevor sie aus ihrem Ei geschlüpft sind, und verhinderst so Larven, Puppen und erwachsene Motten.

Der Einsatz von Schlupfwespen klingt aufregend, ist aber vollkommen sicher. Die Schlupfwespen sind so klein, dass du kaum merkst, dass sie da sind. Sie haben nur eine Mission: Motteneier aufspüren. Sie stechen nicht und belästigen Menschen, Tiere und Pflanzen ansonsten nicht. Du musst auch keine Angst haben, dass du die Mottenplage gegen eine Schlupfwespenplage eintauschst. Eine Schlupfwespe lebt nur ein paar Wochen und braucht ein Mottenei zum Überleben. Wenn diese nicht mehr zu finden sind, verschwinden die Schlupfwespen von selbst.

Schlupfwespen gegen Kleidermotten

Du erhältst die Schlupfwespen auf einer Karte. Diese Karte faltest du auseinander und hängst oder platzierst sie an einer Stelle, an der du Motten(larven) gesehen hast.

Häufige Fehler bei der Bekämpfung von Kleidermotten

Kleidermotten zu bekämpfen kann eine mühsame Aufgabe sein. Da sich Kleidermotten schnell fortpflanzen, kann eine Plage innerhalb kürzester Zeit wieder aufflammen. Die natürliche Bekämpfung von Kleidermotten erfordert Zeit und Einsatz. Durch falsches Vorgehen kehrt das Mottenproblem immer wieder zurück. Dies sind häufige Fehler im Bekämpfungsprozess:

  1. Nur ausgewachsene Motten wegfangen
    Die ausgewachsenen Motten, die du herumfliegen siehst, machen die Plage am sichtbarsten, sind aber eigentlich nur die Spitze des Eisbergs. Ausgewachsene Motten tun nichts anderes als sich zu paaren und Eier zu legen. Mit einer Pheromonfalle fängst du nur die männlichen Motten weg. Diese können sich bereits gepaart haben, sodass die weiblichen Motten einfach weiter Eier legen. Nutze Pheromonfallen daher nicht als alleiniges Bekämpfungsmittel, sondern als Hilfsmittel, um die Entwicklung der Plage zu überwachen.
  2. Zedernholz gegen Motten verwenden
    Oft werden Zedernholzblöcke als natürliches Mittel gegen Motten angeboten. Die Motten mögen den Geruch von Zeder nämlich nicht und bleiben fern. Es ist ein giftfreies, natürliches Mittel, um deine Garderobe zu schützen, aber nicht ausreichend, wenn bereits eine Plage vorhanden ist. Das Zedernholz bewirkt nämlich nichts gegen die bereits vorhandenen Motteneier und Larven. Nutze Zedernholz nicht als Bekämpfungsmittel, sondern lege es eventuell an verschiedenen Stellen aus, nachdem du Kleidermotten mit Schlupfwespen bekämpft hast. So kannst du möglicherweise verhindern, dass eine neue Plage entsteht.
  3. Kleidung und Textilien nicht kontrollieren und reinigen, bevor du mit Bekämpfungsmitteln beginnst
    Wenn du planst, Schlupfwespen einzusetzen, ist es wichtig, ihnen einen guten Start zu ermöglichen. Kontrolliere daher zuerst alle möglichen Infektionsquellen, klopfe Kleidung gut aus und wasche sie bei mindestens 60 °C. Damit stellst du sicher, dass du bereits eine große Anzahl an Motteneiern und Larven losgeworden bist. Es bleiben jedoch immer Eier und Larven zurück, die du nicht direkt finden kannst. Genau diese werden von den Schlupfwespen aufgespürt. Je mehr Eier und Larven du bereits selbst beseitigt hast, desto einfacher wird die Bekämpfung mit Schlupfwespen.
  4. Lagerräume und Ecken unzureichend reinigen
    Reinigen ist ein extrem wichtiger Schritt im Bekämpfungsprozess. Es muss nur ein klein wenig Staub in einer Ecke liegen bleiben und schon hast du wieder einen Nährboden für neue Motten. Sauge daher regelmäßig gründlich an den Stellen, an denen du Kleidung und Textilien lagerst. Vergiss nicht, Ecken und Ritzen mitzunehmen, zum Beispiel unter dem Bett, hinter einem Schrank oder oben auf einer Kante.
  5. Mottenkugeln in einem Kleiderschrank verwenden
    Früher enthielten Mottenkugeln Kampfer, was effektiv, aber auch sehr giftig war. Die Mottenkugeln, die heute verwendet werden, sind deutlich weniger schädlich, aber immer noch Mittel, die nicht unbedingt gut für deine Gesundheit und die Umwelt sind. Wenn du dich für Mottenkugeln entscheidest, überlege dir gut, wie und wo du sie einsetzt. Wenn du sie benutzt, dann vorzugsweise in einem gut abgeschlossenen Raum. Zum Beispiel in einer Kiste, die du für längere Zeit einlagerst, oder auf einem Dachboden, den du nicht täglich betrittst. Mottenkugeln geben ihren Giftstoff langsam ab. Bei der Verwendung in einem Kleiderschrank wird empfohlen, den Schrank so weit wie möglich geschlossen zu halten. Da man einen Kleiderschrank im Allgemeinen täglich braucht und öffnet, bedeutet dies, dass die Dämpfe auch außerhalb des Schranks landen. Das macht die Mottenkugeln im Schrank weniger effektiv. Zudem sind die Dämpfe schädlich für deine Gesundheit und können auch nützliche Insekten töten.
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